
Seien wir ehrlich bezüglich der CE-Zertifizierung für Quarz-UV-Röhren. Wenn Leute vom CE-Zertifikat für Großhandelslampen sprechen, klingt das meist wie etwas, das nur für Werbematerialien verwendet wird. Doch wenn man selbst diese Lampen installiert, weiß man, dass es dabei nicht um ein schönes Logo geht. Es geht vielmehr darum, sicherzustellen, dass der Ballast nicht beschädigt wird und dass die Arbeitsumgebung keine Gefahr darstellt. Im Grunde ist das CE-Zertifikat die „Eintrittskarte“, wenn man in Europa oder auf anderen hochwertigen Märkten verkaufen möchte.
Es ist mehr als nur ein Etikett.
UV-Systeme sind anfällig für elektrische Entladungen und Hochfrequenzgeräusche. Wenn eine Lampe nicht den LVD- und EMC-Standards entspricht, kann dieses Geräusch in das Steuerungssystem übergehen. Dadurch können Probleme mit dem PLC auftreten oder die gesamte Anlage kann ohne erkennbaren Grund ausfallen. Wir konzentrieren uns auf die Dämpfstärke des Quarzes sowie auf die Dichtungen an den Endkappen, damit das nicht passiert. Das funktioniert einfach.
Der Quarz und das Glas.
Quarz-UV-Röhren müssen sehr hohen thermischen Belastungen standhalten. Wir verwenden hochreinen gefassten Quarz, um eine optimale UV-Leistung zu erzielen. Aber seien wir ehrlich: Quarz ist brüchig. Hier kommt die Zertifizierung ins Spiel – sie stellt strenge Anforderungen an die Herstellung des Glases sowie an die Verdrahtung der Elektroden. Wenn die Dichtigkeit auch nur geringfügig beeinträchtigt ist, läuft Gas aus und die Lampe funktioniert nicht mehr. Ohne Zertifizierung setzt man einfach auf Glück – ob die Vakuumdichtung halten wird.
Die Kostenfrage.
Ja, zertifizierte Lampen sind teurer. Man zahlt für die Tests sowie dafür, dass jemand die Qualität der Lampen vor dem Verlassen der Fabrik überprüft hat. Doch man sollte sich die Alternative überlegen: Die Verwendung billiger, unzertifizierter Lampen in einer hochleistungsstarken Industrieanlage ist ein Risiko. Man spart zwar etwas Geld beim Kaufpreis, doch man zahlt dafür mit Stillstand der Anlage. Wenn man eine große Trocknungsanlage betreibt, kostet ein einziger Defekt der Lampe viel mehr, als man durch den Kauf billigerer Lampen einsparen könnte. Das lohnt sich einfach nicht.