
Bei UV-Lampen mit Quecksilberdampf sind diese dunklen Stellen an den Enden der Lampen nicht nur unschön – sie sind außerdem ein Zeichen dafür, dass die Lampe unter Stress steht. Dieser Stress führt dazu, dass die spektrale Leistung der Lampe abnimmt und ihre Lebensdauer verkürzt wird.
In den meisten Fällen sind zwei Faktoren dafür verantwortlich: zu viele Start-/Stopp-Zyklen sowie Ballasteinstellungen, die nicht zu den Eigenschaften der Lampe passen. Jeder erneute Start erzwingt eine erneute Entzündung des Lichtbogens – dabei wird das emittierende Material der Elektroden abgenutzt. Dieses Material sammelt sich an und verursacht die schwarzen Stellen, die wiederum die UV-Strahlung blockieren.
Was wirklich wichtig ist: Die Leistung einer UV-Lampe hängt von einem stabilen Lichtbogenverhalten sowie von einer gleichmäßigen spektralen Ausstrahlung im Bereich von 200–450 nm ab. Es sind starke Peaks bei 365 nm und 254 nm erforderlich. Auf dem Substrat muss eine ausreichende Strahlungsintensität vorhanden sein, damit der Photoinitiator innerhalb des vorgesehenen Zeitraums wirken kann.
Die Ballaste müssen zur Nennleistung, Betriebsstromstärke und Anzündspannung der Lampe passen. Nicht passende Ballaste führen dazu, dass die Lampe nicht mehr nach ihren Designvorgaben funktioniert – dadurch wird die Erosion der Elektroden beschleunigt und der Lichtbogen wird instabil. Die Geometrie des Reflektors sowie die Dichroikbeschichtungen sorgen für eine gleichmäßige Strahlungsverteilung. Zudem hilft ein ozeongefreier Quarz dabei, die UV-Transmission aufrechtzuerhalten – gleichzeitig reduziert dies die Wartungsaufwände.
Warum das wichtig ist: Wenn man die Häufigkeit der Start-/Stopp-Zyklen kontrolliert und die Ballasteinstellungen entsprechend anpasst, funktioniert die Lampe besser. Die Integrität der Elektroden bleibt erhalten, und die UV-Intensität bleibt konstant. Dadurch gibt es weniger Probleme bei der Aushärtung von Farben und Beschichtungen. Die Wartung wird einfacher und kann termingerecht durchgeführt werden.
Praktische Hinweise: Quecksilberdampflampen vertragen weder thermischen noch elektrischen Stress. Schnelle Zyklen sowie Ballaste, die zu klein oder überlastet sind, verkürzen die Lebensdauer der Lampe schnell. Stellen Sie sicher, dass die Leistung der Lampe, die Länge des Lichtbogens sowie die Toleranzen bezüglich der Lebensdauer mit dem Reflektor und dem Kühlsystem übereinstimmen.
Überprüfen Sie außerdem, ob die Spannungsversorgung und die Steckverbinder zu der Kombination aus Lampe und Ballast passen – sonst kann es zu Spannungsabfällen und Überhitzung kommen.