
In der Textildruckindustrie kann man meist auf eine Ursache zurückgreifen, wenn die Drucke nach dem Waschen Risse bekommen: Es reicht an UV-Strahlung nicht aus. Wenn die Lampe nicht in der Lage ist, eine ausreichende Quantität an Lichtenergie in die Tinteschicht zu leiten, bleibt die ausgehärtete Schicht brüchig und haftet nicht richtig am Stoff. Das zeigt sich bereits nach dem ersten Waschen – Risse in den Nähten, Abschälungen sowie ganze Chargen, die als defekt abgelehnt werden müssen.
Die Galliumiodidlampe mit einer Leistung von 3000 W bei 380 V verwendet eine dotierte Metallhalidchemie, wodurch die spektrale Ausstrahlung in Richtung längerer Wellenlängen verschoben wird – konkret um das 385-nm-Bereich. Im Vergleich zu herkömmlichen Quecksilberdampflampen dringt dieses Licht gleichmäßiger in dicke Tinteschichten sowie pigmentierte Schichten ein. Dadurch erhalten auch die im Inneren der Schicht befindlichen Photoinitiatoren die nötige Energie zur Reaktion.
Mit einer Leistung von 3000 W liefert die Lampe eine hohe Spitzenbelastung – dadurch kann die Aushärtung schneller erfolgen, ohne dass die Geschwindigkeit des Transportbands so hoch sein muss, dass der Untergrund überhitzt. Zudem passt die Spannung von 380 V zu der Stromversorgung der Anlage, sodass der Stromverbrauch mit dem vorhandenen System übereinstimmt.
Beim Textildruck – insbesondere dann, wenn eine gute Waschbeständigkeit erforderlich ist – ist eine vollständige Aushärtung entscheidend, um eine mechanisch stabile Oberfläche zu erzielen. Diese Lampe sorgt dafür, dass die Strahlungsdosis über die gesamte Breite des Drucks gleichmäßig ist. Dadurch werden unvollständige Aushärtungen sowie Löcher vermieden, die gerade dann auftreten, wenn man sie am wenigsten braucht.
Im Laufe der Zeit hilft diese konstante Ausstrahlung dabei, die Aushärtung von Schicht zu Schicht konstant zu halten – was besonders wichtig ist, wenn Farbe und Haptik unverzichtbar sind.
Aber es gibt einen Haken: Galliumiodillampen benötigen eine präzise Steuerung der Entzündung sowie der Lichtintensität. Zudem sind sie empfindlich gegenüber falsch eingestellten Ballasten und Reflektoren. Installieren Sie die Lampen daher nur mit dem richtigen Treiber sowie Reflektor – und überprüfen Sie die Strahlungsdosis mit einem Radiometer direkt am Untergrund.
Passen Sie die Lampe an das jeweilige Aushärtungsszenario an. So vermeiden Sie Energieverschwendung sowie einen vorzeitigen Verschleiß der Lampe.